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Nike – einfach Kult, suggeriert dem Träger Freiheit und Individualität

In den früher sechziger Jahren gründeten Philip Knight und Bill Bowerman eine Firma, die Sportschuhe vertrieb. Die Geschichte Nikes ist tatsächlich zurückzuführen auf ein ganz gewöhnliches Waffeleisen. Als Bill Bowerman nämlich Anfang der 70er Jahre beim Frühstück mit seiner Frau saß, betrachtete er das Waffeleisen auf dem Tisch ganz genau. Da kam ihm eine folgenschwere Idee: Das Waffeleisen mit Gummi auszugießen! Seine Überlegung war, eine Sohle zu gestalten, die wie das Profil eines Reifens beschaffen ist. So entstand schließlich die Luftpolstersohle, die Nike zu seiner großen Bekanntheit verhalf. 1973 brachte Nike den neu entwickelten Schuh mit dem Namen „Oregon Waffle“ auf den Markt.

Überzeugt von ihrer Idee, kam für Bowerman und seinem Kompagnon Phil Knight für den Namen ihres Unternehmens nur die griechische Siegesgöttin Nike in Frage. Ein passendes Logo zu finden, gestaltete sich da schon schwieriger. Bewegung und Aktivität sollte es ausdrücken und die sportliche Marke verkörpern. Die damalige Studentin Carolyn Davidson wurde mit dieser Aufgabe betraut. Sie entwickelte mehrere Entwürfe, die sie Philip Knight vorlegte. Aus Zeitdruck fiel die Wahl notgedrungen auf den heute so populären Swoosh.

Nike ist fester Bestandteil des Alltags. Nike in unserem Wortschatz fest verankert. Nike ist Kult, suggeriert dem Träger Freiheit und Individualität. 

Ganze Diskussionsabende drehen sich um die Frage, wie der Firmenname richtig ausgesprochen wird und welches Modell gerade in ist. Eine beliebte Anekdote ist, dass Firmenchef Knight gesagt haben soll, seine Firma sei unschlagbar, da sie unter dem Schutze einer Gottheit steht, die für dauerhaften Gewinn sorgt. Das rührt daher, dass der Name Nike der griechischen Mythologie entstammt und eine Siegesgöttin benennt.

Nike – Sponsor in allen gesellschaftlichen Bereichen

Eine gute Idee verpackt mit einem passenden Logo reichen aber nicht, um auch kommerziell erfolgreich zu sein. Das wussten auch Bowerman und Knight. Also entwickelten sie eine geniale Marktingstrategie – bekannte Sportler mit Nike-Schuhen auszustatten. Da 1972 die Olympischen Sommerspiele in München stattfanden, nutzen sie diese Gelegenheit, um ihr Unternehmen in der gesamten Sportbranche – auch in Europa – bekannt zu machen. Als größter Glücksgriff erwies sich 1984 der damals noch unbekannte Basketballstar Michael Jordan. 

In Kooperation entstand so die prominente Marke Air Jordan. Sie änderten die Beschaffenheit und das Design ihrer Produkte fortwährend, was sie zu einem beliebten Sponsor von großen Sportevents machte. Mit der klugen Taktik, erfolgreiche Sportler an sich zu binden und die Marke so publik zu machen, kletterte die Firma sehr bald an die Spitzenposition unter den Sportschuhherstellern. Im Gegensatz zu anderen Herstellern ihrer Zeit, versuchten Nike-Manager, in allen Bereichen der Gesellschaft Fuß zu fassen. Sie investierten in soziale Kampagnen gegen Rassismus, ließen Basketball-Stars wie Michael Jordan für sie designen und spendeten große Beträge an Hilfsorganisationen. Nike ist sich seiner Funktion als Sponsor treu geblieben und stattet unter anderem Sport-Heroen wie Cristiano Ronaldo und Tiger Woods aus.

Mit den Schuh-Modellreihen Air Max und Nike-Free gelingt es dem Unternehmen, jeden Läufer mit der passenden Ausrüstung zu bedienen. Ebenso erfolgreich sind diese Modelle als Casual-Schuhwerk im Alltag.

Free steht dabei für die Sohlenkonstruktion, die durch ihren Aufbau ein besonders natürliches Abrollverhalten ermöglicht, beispielsweise in der Modellvariante 3.0. Auch die knallbunten, stylischen Free-Modelle gehörten schon kurz nach ihrem Launch ins Straßenbild jeder City – und das nicht nur bei Kids.

Die Airtechnologie – also Sohlen, die ein dämpfendes Luftpolster beinhalten - gibt es in Modellen quer durch alle Sportarten. Die neueste Air-Version unter der Bezeichnung Nike-Zoom knüpft an den Erfolg der vorherigen Systeme an. Die Zoom-Technologie setzt auf etwas dünnere, schmalere Luftpolster. Die bringen den gewohnten Dämpfungseffekt, machen die Sohlen aber durch die schlankere Silhouette feinfühliger für den jeweiligen Untergrund.

Heute dominieren in der Textil-Kollektion Funktionsmaterialien, die für ein optimales Körperklima sorgen. Die verwendeten Materialien richten sich streng nach dem Grad der Aktivität des Sportlers. So bekommt der Ausdauersportler Shirts und Hosen, die hoch atmungsaktiv sind. Die also Feuchtigkeit konsequent vom Körper wegtransportieren.