Sportmüller . Das Sporthaus im Dreiländereck
 

Sicherheit am Skihang

Pisten werden präpariert, Schneekanonen sorgen für optimale Schneeverhältnisse, der Skilift befördert täglich zur Hochsaison tausende Besucher. Damit alles reibungslos läuft, arbeiten viele Menschen an verschiedenen Positionen zusammen – vom Skiliftpersonal bis zum Pistenraupenfahrer.
Und damit alles sicher läuft, werden wichtige Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Für Ski- oder Snowboardfahrer gelten daher die Verhaltensregeln der FIS (Internationaler Ski-Verband).
Ganz wichtig: Weltweit sind die alpinen Pisten nur sicher, wenn der Skifahrer sich beim Pistenspaß seiner Eigenverantwortung bewusst ist.

Der mündige Skifahrer oder Snowboarder kann eine Menge für seine Sicherheit tun. So ist für ihn die richtige Ausrüstung das A und O. Ein Muss ist natürlich beim Pistenspaß das Tragen eines Skihelms. Er kann im Ernstfall lebensrettend sein. Nicht mehr verzichten sollte ein sicherheitsbewusster Skifahrer auch auf das Tragen einer Skibrille. Denn: Heute sind Helme und Googles von den Skipisten nicht mehr wegzudenken.

Im Weiteren bildet auch eine richtig eingestellte Skibindung einen großen Sicherheitsfaktor.  Sie löst bei einem Sturz rechtzeitig aus und verhindert so schwere Beinverletzungen.

Was sollte der sicherheitsbewusste Skifahrer beim Kauf eines Skihelms beachten?

Es ist auf den perfekten Sitz und hohen Tragekomfort zu achten. Nur dann erfüllt er seine Funktion komplett: Den Kopf bei Stürzen oder Kollisionen mit anderen Skifahrern vor Verletzungen zu bewahren.

Anprobe: Ein Skihelm muss schon bei offenem Kinnriemen fest auf dem Kopf sitzen, darf nicht drücken und weder nach vorne noch zur Seite wackeln. Daher ist eine ausgiebige Anprobe im Sportfachgeschäft unerlässlich. Der Skihelm sollte einige Minuten getragen werden, damit er sich an den Kopf anschmiegen kann. Sinnvoll: Mit Skihandschuhen sollte man den Verschluss des Kinnriemens, das Verstellen des Größenanpassungssystems und das Öffnen der Belüftungsschlitze handhaben können. Alles muss einhändig bedienbar und der Kinnriemen durchgehend gepolstert sein.

Belüftung: Belüftungssysteme sorgen für ein optimales Temperatur-Management unter dem Helm. Ihre Öffnungen dürfen nicht zu groß sein, damit keine spitzen Gegenstände eindringen können. Aktive Belüftungssysteme bieten die Möglichkeit, die Öffnungen an kalten oder windigen Tagen zu verschließen.

Lebensdauer: Wegen der kalten Temperaturen und der Sonneneinstrahlung ermüdet das Material im Laufe der Jahre. Wie lange man einen unbeschädigten Helm tragen kann, hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab. Nämlich dem Material und der Lagerung. Grundsätzlich sollte man immer einen trockenen Lagerort mit gleichbleibenden Temperaturen wählen. Wichtig ist, dass die Verpackung keine UV- Strahlen durchlässt. Also am besten im Helmbeutel und/oder Karton lagern.

Schäden: auf was sollte man achten?
Oberflächliche Kratzer im Lack sind im Regelfall unbedenklich. Problematisch wird es, wenn der Helm einmal runtergefallen ist oder gar einen Sturz hinter sich hat. Ein Skihelm ist darauf ausgelegt, den Kopf zu schützten. Das funktioniert aber normalerweise nur einmal, da bei einem Sturz große Kräfte entstehen können. Die äußere Helmschale verteilt die Energie durch die runde Form gleichmäßig über die komplette Fläche. Die Innenschale dämpft die Schlag-Energie. Auch wenn äußerlich kein Schaden erkennbar ist, kann es sein, dass diese innere Schale durch die beim Aufprall entstandenen Kräfte komprimiert worden ist. Das hat zur Folge, dass die dämpfende Eigenschaft „verbraucht“ ist und nicht noch einmal funktioniert.
Ganz wichtig: Nach einem Sturz sollte man den Helm im Fachgeschäft überprüfen lassen.

Innenfutter: Wie sieht es aus und stimmt die Passform noch? Beim Innenfutter sollte man darauf achten, dass dieses noch intakt ist und keine Risse oder ähnliches zu sehen sind. Außerdem sollte man prüfen, ob der Helm noch passt. Hört sich zwar im ersten Moment dumm an, da der Kopf ja (im Erwachsenenalter) nicht mehr wächst oder schrumpft. Allerdings ist es so, dass die Helme mit der Zeit „ausleiern“ und deshalb zu groß werden können.

Was sollte der sicherheitsbewusste Skifahrer beim Kauf einer Skibrille beachten?

Skibrillen schützen die Augen vor den im Schnee besonders grellen UV-Strahlen der Sonne und vor Verletzungen durch Äste oder spitze Steine. Skibrillen schützen aber nur, wenn sie optimal sitzen.

Anpassung
Wenn eine Skibrille zu groß ist, kann Fahrtwind eindringen oder die Brille unangenehm auf die Nase drücken. Ist sie zu klein, entstehen Druckstellen. Daher sollte man Skibrillen vor dem Kauf unbedingt im Fachgeschäft anprobieren. Idealerweise testet man den Sitz der Google im Zusammenspiel mit dem Skihelm. Wichtig: Der Gesichtsschaum sollte überall gut aufliegen. An der Stirn muss die Skibrille bündig mit dem Helm abschließen.

Brillenband
Wird die Skibrille mit einem Helm getragen, sollte das Brillenband innen mit Silikon beschichtet sein, damit es nicht verrutscht. Oft ist das Band an flexiblen Seitenauslegern befestigt, sodass sich die Brille an unterschiedliche Helmtypen anpasst.

Die Scheibe
Das Herzstück der Google besteht häufig aus bruchsicherem Polycarbonat. Gängig sind Doppelscheiben, die das Beschlagen der Brille verhindern. Aus Sicherheitsgründen sollte die Scheibe ein möglichst großes Sichtfeld haben, damit auch peripheres Sehen möglich ist. Weitere wichtige Details sind eine Antifog-Beschichtung und ein Belüftungssystem.
Von der Form her unterscheidet man zwischen zylindrischen und sphärischen Scheiben. Zylindrische sind lediglich horizontal gebogen. Die zusätzlich auch vertikal gebogenen sphärischen Scheiben verhindern Verzerrungen und entlasten das Auge. Der UV-Schutz ist bei allen nach CE-Norm UV-400 zertifizierten Googles unabhängig von der Farbe der Scheibe und der Stärke ihrer Tönung gewährleistet. Verspiegelte und polarisierte Scheiben verringern die Reflexionswirkung von Eis und Schnee.
Mit dem Label „OTG“ versehene Skibrillen sind für Brillenträger geeignet. Das Kürzel steht für „Over the Glases“. Der Rahmen passt daher über Korrekturbrillen.

Welche Scheibenfarbe bei welchem Wetter?

Skibrillen gibt es in vielen verschiedenen Farben und Formen. Aufgrund der Eigenschaft farbiger Gläser, bestimmte Lichtwellen auszufiltern, eignen sich nur bestimmte Färbungen für den Skisport. Zusätzlich richtet sich die Wahl der am meisten geeigneten Glasfarbe auch nach den Wetterbedingungen und Sichtverhältnissen.
Helle Gläser (orange, gelb, rosa) ist das geeignete Glas für bedeckten Himmel und Schneefall.
Dunkle Gläser (blau, grün, schwarz) sind geeignet für sonniges Wetter.
Verspiegelte Gläser haben übrigens keinen Schutz- oder Filterungseffekt.


Bitte beachten
Genauso wichtig wie die Glastönung ist der Blendschutzfaktor. Er sollte bei Skibrillen der Normkategorie 4 -5 entsprechen, also 70 - 85% Lichtfilterung.
Besonders durch den das Sonnenlicht reflektierenden Schnee ist eine zuverlässige UVA- und UVB-Filterung notwendig, um Augenschäden vorzubeugen.

Fazit:
Für Skifahrer, die sehr häufig ihrem Sport nachgehen, eignet sich die Anschaffung einer Skibrille, die austauschbare Gläser hat, z.B. orange für schlechteres Wetter und grün oder braun für Sonnentage.